#1 TRAINING DAY in Bad Berleburg 2014 von KICKNEWS 01.04.2014 08:11

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.. Report TRAINING DAY 29.03.2014 in Bad Berleburg

KN-Report
Der relativ kurzfristig und improvisiert zustandegekommene Termin "TRAINING DAY" in Bad Berleburg entwickelte sich zu einem kurzweiligen meeting point für viele Trainer und für eine recht stattliche Zahl von grossen und kleinen Sportlern aus insgesamt 7 Vereinen.
Geplant war tatsächlich ganz einfach ein paar Stunden "zusammen trainieren", was tatsächlich sehr gut gelang - nur insgesamt dann doch etwas länger dauerte als in dem ursprünglichen Plan angegeben.
Wenn es nach einigen jüngeren Teilnehmern gegangen wäre, hätten sogar noch ein paar Zugaben draufgelegt werden müssen. Denn vor allem ein paar der kleineren aktiven Hüpfer in der Halle waren offenbar ziemlich begeistert von einigen Randereignissen wie z. B. der "Jedi-Schule", "Marionetten-Sparring" oder "Taekwondo-Kegeln".

Der Trainingsplan war, trotz aller Improvisation, recht strukturiert aufgebaut und hinter der Aktion stand mal wieder die Überlegung, etwas Sport für alle zu mixen mit einigen "Lern- und Lehraktivitäten".

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In der Training-Day-Trainerriege wurde so ziemlich jeder eingesetzt, der auch beim Training zu Hause Erfahrungen damit hat, "vorne" zu stehen, anstatt nur in der Reihe Mitte oder hinten links.
Für die erfahrenen Lehrkräfte, wie z. B. Norbert Bernhardt, 4.Dan, Reiner Kurrle, 6.Dan, die Gastgeber Sandra Gelbach, 3.Dan, Andre Petrakow, 4.Dan oder Lehrreferentin Dorothea Kapkowski, 8.Dan kein grosses Problem, sich fachkundig in unterschiedlichen Kursen einzubringen.
Aber auch schön zu sehen, dass sich die nächste Generation gut reinhängte und auf die wird es in Zukunft immer mehr drauf ankommen - bei den Aufgaben im Training und bei allen anderen wichtigen sportlichen Angelegenheiten.

Als Beispiele seien hier vorbildliche Nachwuchskräfte wie z. B. Steven Solbach, 2.Dan, Julia Kolditz, 2.Dan oder die beiden "warm-up"-Coaches Martin Sindermann, 3.Dan und Norman Gelbach, 2.Dan genannt.
Die haben allesamt eine Menge Wettkampf- und auch Trainingserfahrung auf dem noch jungen Buckel. Man darf gespannt sein, was sie in Zukunft noch alles draus machen.

Für die noch deutlich jüngeren und unerfahrenen "Schüler" sind genau diese "Meister" die besten Vorbilder, die wir zu bieten haben.

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In 4 geplanten Stunden Training schafft man naturgemäss nicht alles, aber unter dem Strich wurde doch ganz ordentlich trainiert und ein paar Sachen haben sich Trainer wie Trainierte hoffentlich mal wieder abgeguckt.
Beispielsweise das "Pratzenhalten" oder wie man richtig da draufkickt - das ist ein Dauerbrenner beim Üben, wo ein bisschen Verbessern dringend angesagt wäre.
Dem Reporter ist aufgefallen, dass selbst Schwarzgurte und Aktive mit viel Trainingserfahrung dabei manchmal noch einige grobe Fehler machen, die sich vielleicht schon irgendwie festsitzend eingeschliffen haben.

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Es gibt natürlich auch deutliche Gegenbeispiele, wie z. B. bei einer früheren Wettkämpferin namens Leyla Yilmaz zu sehen, die technisch eigentlich alles drauf hat. Und im besten Leistungsalter ist.
Sowas darf man auch mal anmerken - wenn sich Sparringspartnerinnen wie Leyla und Victoria Lambrecht (Deutsche BA Meisterin 2014 Taekwondo Junioren) schon mal öfter beim Training zusammentun würden, dann könnte da echte Leistung draus wachsen. Die beiden stammen aus relativ benachbarten Clubs, was ausserdem eine sehr schlagkräftige Kombination für eine Damenmannschaft Team Sparring bedeuten könnte.
Hier sind ganz einfach die Cheftrainer und die Vereine selber gefragt. Es wird allgemein zuviel gejammert, das dieser oder jener nicht kann, will oder darf. Aber so funktioniert Sport, vor allem "Leistungssport", eben nicht so ganz optimal.

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Mit den allerjüngsten und natürlich manchmal auch allerfrechsten Teilnehmern gab es am Training Day ein paar Übungseinheiten jenseits echter fernöstlicher Traditionen.
Die da besagen - "Taekwondo ist 2000 Jahre alt, hier kommt der grosse "Meister" und alle sollen mühsam das nachmachen, was der angeblich perfekt kann."

Was soll man eigentlich von einem Taekwondo-Kampf halten, bei dem die eingesetzten Bonsai-Kid´s nur Marionetten sind, die von 2 Puppenspielern bewegt werden ?
Wir haben sogar mal die Fäden durchgeschnitten, um zu gucken, was dann passiert.

Au Mann - bei sowas käme jeder megageile Cheftrainer, dessen kleine Krieger, Drachen und Tiger in seinen Werbephantasien ständig alles wegknallen, vermutlich schwer durcheinander.
Arme Augsburger-Puppenkiste-Schwarze-Fighter-Sportschule !

Tatsache - klasse zu sehen, wie schnell Kinder Bewegungen, Ideen und Konzepte umsetzen - wenn es ihnen Spass macht und sie -ganz einfach- ein bisschen "mitspielen" können.
Das war bei Gilbert´s Jedi-Schule nicht viel anders gelagert = die mit den blauen und roten Lichtschwertern, die eigentlich nur halbe Schwimmnudeln sind, mit denen man prima "Punkte" sammeln kann.
Als Belohnung wurde beim Training Day auch mal mit Schokolade geschmissen - von einem, der das sonst nur mit Gummibärchen macht.

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Die "Oldies" hatten übrigens ein paar völlig separate Trainingseinheiten, was in Bad Berleburg auch deswegen gut funktionierte, weil es 2 voneinander getrennte Hallen gab, die man entsprechend einsetzen konnte.
Nebenher wurden also auch die offiziellen Formenstandards bei den traditionellen Formen ziemlich genau durchgegangen. Wer sowas (andauernd) verpasst, ist leider selber schuld.

Auch in der jüngeren Vergangenheit fielen diverse Fachleute damit auf, dass sie jede Art von "gemeinsamen" Training oder Fortbildungen gezielt zu ignorieren oder zu hintertreiben wussten - an anderen Stellen jedoch meinten, was kommentieren oder für sich selbst punkten zu dürfen.
Sowas wie der Training Day gibt immer wieder mal die sportliche Antwort auf diese sinnreiche Grundeinstellung - NUR für den eigenen Verein braucht man sowas natürlich nicht - dort ist jeder sowieso der Beste und zieht den vollen Nutzen.

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Mit der ganzen Stimmung des Tages durfte man sehr zufrieden sein. Genaugenommen war der Training Day nur ein Aufgalopp für das SOMMERCAMP 2014.
Wenn die geplante Galavorstellung im Sommer 2014 in Bad Berleburg genauso gut funktioniert wie der Training Day am 29.März, dann ist auch das dem hervorragend eingespielten Ausrichterteam des gastgebenden Vereins anzurechnen.

Auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten funktionierte hinter den Kulissen und bei der vielen Arbeit vorher und nachher alles ausnehmend gut.
Wie z. B. auch die am Rande angebotenen Videoanalysen einiger Kämpfe von den GERMAN MASTERS - für die Andre Petrakow umfangreiches Equipment in die Halle transportieren musste.
Sowas funktioniert nur mit einem Minimum an persönlichem Engagement für den Sport an sich, nicht nur immer und ausschliesslich für den Gewinn und Nutzen für die eigene gut laufende Sportschule.
Und etwas Zeit opfern muss man leider dann und wann auch - geplant war der Training Day bis 17 Uhr. Praktisch lief es dann in der Halle aber bis ca. 18.30 Uhr und wenn man die kleine gemeinsame Abendtafel einiger der Beteiligten hinterher noch dazu rechnet, dann war der Reporter mit 1.00 Uhr früh wieder zurück zu Hause im üblichen Rahmen.


Abschliessend kommentiert:

Zu einigen Negativpunkten, die jedoch insgesamt bei der Veranstaltung nicht sichtbar ins Gewicht fielen:
Schade, dass es ein paar Ausfälle gegeben hat, die kurzfristig berufs- oder krankheitsbedingt wohl unvermeidbar waren. Da kann man halt nichts machen, aber eine Teilnehmerzahl von mehr als 50 kam dennoch zustande.

Thema "NO PROFIT"
2013 glänzte einer im BA FORUM damit, weil er dieses Thema offenkundig völlig missverstehen wollte und eine Kaffeebude, ein Spendenkästlein und wertvolle ABC-Lizenzen einer prominenten Sportunion in einen Topf geworfen hatte. Wo es ursprünglich doch um etwas ganz anderes ging. Nämlich um einen "Buddi"-Verband, der für Vergleichbares ca. EUR 60 kassiert, aber in seiner Werbung gross was von "no profit" drüberschreibt und alle möglichen Adressen mit seiner unverlangten Werbung vollmüllt.
Das Ganze, auch in anderer Hinsicht, nennt man besser viel eher "unlauterer Wettbewerb". Und die szenebekannten Sportartikel-Vermarkter machen dabei noch prima mit - für sowas wie den hier geschilderten Training Day geben die keinen müden Cent dazu. Genau deswegen retouschieren wir auch so manches sportliche Logo auf Fotos im Internet, denn warum sollen "wir" eigentlich Werbung für Firmen machen, die für "uns" andauernd rein gar nichts tun ?

Zu dem Rest der Stimmungsmache, die der o. g. Kollege nach einem anderen "Lehrgang" völlig unangebracht inszeniert hatte, wird keine Sondernummer mit einem Spezialreport mehr erscheinen.
Beispielsweise ein journalistisches Element wie die KICK NEWS beschäftigt sich lieber mit Tatsachen und fundierten Meinungen, als mit hochgekochten Gerüchten, Halb- oder Unwahrheiten.

Der Training Day war für alle Teilnehmer KOSTENLOS.
Denn eigentlich, erstmal und vielleicht - war das Ganze ja lediglich ein wenig spontan zustandegekommenes Training, nicht nur für Trainer, aber eben auch genau für diesen Personenkreis.
Man trifft sich mal wieder, tauscht sich aus, nebenher schnappt jeder ein paar Eindrücke auf, was man vielleicht auch zu Hause beim Heimtraining reinbringen könnte.
Ganz einfache Kiste, aber insgesamt durchaus gut "organisiert".

Für den Reporter bleibt leider noch ein anderer kleiner Negativeindruck zurück.
Der Ausrichter hatte offenbar tatsächlich ein "Spendenkästlein" für seine "no-profit"-Kaffeebude. Aber nach derzeitigem Kenntnisstand waren da abschliessend nur EUR 7 drin.
Verwunderlich angesichts der Tatsache, dass bereits zu Beginn der Veranstaltung einige Kinder reichlich Kekse, Gummibärchen und anderes wegschnabbelten, was das Team dort aufgebaut hatte.

Die Frage - könnte es sein, dass einige Eltern oder Trainer hierbei nicht so kritisch oder "solidarisch" gewesen sind, wie zumindestens einer (2013) mal riesengross über seine eigenen Leute getönt hatte ?

Der Berichterstatter selbst war bei der no-profit-Versorgung mit 2 Bechern Kaffee und einem Stück Käsekuchen dabei, hatte im Gegenzug aber mit mitgebrachten Naturalien mehr als ausgeglichen.
Schade, sowas überhaupt zum Thema machen zu müssen - aber parallel gab es einen anderen Fall in einem anderen Bundesland, wo ein anderer Trainer plötzlich nur laut gedacht haben will.

Dem war zurückgeschrieben worden, dass er ganz einfach mal Vergleiche mit dem Lieblings-Fantrikot des besten Bayern-Spielers ziehen soll und was das im Sportshop so kostet.
Muss noch nicht mal der vom Uli H. sein, so einer wie der mit der Faust aus Dachau reicht vielleicht auch schon.

Für Fussball geben einige ihr letztes Hemd - dass "ordentlich" organisierter Kampfsport seinen Preis haben müsste, sehen die Leute wohl nicht so richtig ein.
Und dann kippt die Stimmung oft von ganz alleine.

Auch dahinter steht offensichtlich ein seltsamer Ungeist, der sich in diesem Sport sehr wirksam eingeschlichen zu haben scheint.
Und den mindestens 2 bekannte Persönlichkeiten nicht mehr viele Jahre lang und an jedem Ort und zu jeder Zeit mitmachen werden.

Einerseits gibt es in der Kampfsportszenerie und -Hierarchie Abzocker ohne Grenzen, aber mit soviel schlauem Verstand, dass sie ihre Kreise jeweils äusserst effektiv zu bedienen verstehen.
In derselben Trainingshalle, in der der Training Day standfand, hatte ein Meister seines Fachs in früheren Zeiten schon mal EUR 25 pro Person für einen einfachen Hyong-Lehrgang kassiert und das von seinen eigenen Trainingsmitgliedern.
Aber eben noch mal extra. Wenn man den diesbezüglichen Schilderungen glauben darf, geschah (und geschieht das weiter...) in einer äusserst dubiosen Art und Weise.
Genau wie z. B. "Gürtelprüfungen" solcher Verkaufskanonen und wahrer Meister, vor denen sich kleine Kinder lange und tief verbeugen.

Andererseits erwarten allzuviele Leute, Kinder, Eltern, Trainer den Billigheimer beim wöchentlichen Training, den schnellen Gürtel ohne viel Anstrengung und zum Vorzugspreis, den Taekwondo-Weltmeistertitel von gar nichts und alles soll am besten auch noch möglichst professionell ablaufen in dem Turnverein in der Provinz, der die Sportakademie von Weltgeltung spielt. Aber vor allem Kinder- und Familienbetreuung im Angebot hat, anstatt "echten" Kampfsport.

Ja hallo...geht´s noch ?

Vielleicht an diesem Punkt einfach mal nachdenken, warum solch ein Training Day "eigentlich" eine gute Idee darstellt - auf diversen anderen Ebenen aber vielleicht nicht funktioniert.

Ein Trainer, der beim Training Day auf das SOMMERCAMP angesprochen worden war und der es nicht sehr weit bis dahin zu fahren hat, hatte folgenden Satz zu bieten:
"Was soll ich machen - ich kriege meine Leute einfach nicht zu sowas"

Und der Trainer selber hat möglicherweise an dem Tag Nachtschicht.

Die Nachtschichten hat der Redakteur allerdings auch und zwar andauernd seit vielen vielen Jahren.
Nur, dass er längst kein Trainer mehr ist, aber beim Training Day sehr aktiv im Geschehen dabei war.

Reich, berühmt oder gar überaus beliebt ist er damit bisher nicht geworden, denn dazu hat er sich immer wieder die falschen Freunde, zeitweisen Zuhörer und Leser angelacht.


Links
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BA FORUM Lehrgänge





kbgk 01.04.2014 - 07.40 h

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